Zwei Wohnungstypen, zwei Mengen
Eine möblierte Ferienwohnung zieht mit dem persönlichen Gepäck um: Kleidung, Geschirr, Bettzeug, ein paar Möbel. Das sind fünf bis acht Kubikmeter und damit deutlich unter dem Deckel von Stufe 1.
Dieselbe Wohnung als erster Wohnsitz enthält Schränke, Betten, eine komplette Küchenausstattung, Bücher und über Jahre Angesammeltes. Dreißig Kubikmeter sind dann normal, also Stufe 3.
Beim Telefonat fragen wir deshalb als Erstes danach. Die Quadratmeterzahl allein sagt in Herrsching weniger als anderswo.
Was am Ammersee zusätzlich mitfährt
Segel- und Ruderzubehör, Stand-up-Boards, Taucherausrüstung, Fahrräder, Wanderausrüstung. In Herrscher Haushalten steht davon mehr als in vergleichbaren Wohnungen im Binnenland, und es ist sperrig.
Segel und Neoprenanzüge müssen trocken sein, bevor sie in den Wagen kommen. Feuchtes Material in einem geschlossenen Laderaum riecht nach einem Tag und schimmelt nach einer Woche.
Boote selbst transportieren wir nicht. Dafür braucht es einen Trailer und eine andere Zulassung, und wir verweisen Sie an einen Betrieb, der das macht.
Die Seestraße im Sommer
Von Mai bis September füllt sich Herrsching ab dem Vormittag mit Ausflugsverkehr. Die Straßen zum Seeufer sind dann zugeparkt, und die Durchfahrt zum Dampfersteg kann stocken.
Wir legen Umzüge dort deshalb auf den frühen Morgen. Wer um sieben beginnt, ist vor der ersten S-Bahn-Welle fertig mit dem Beladen, und der Rest des Tages ist entspannt.
Im Winter spielt das keine Rolle. Dann ist die Frage eher, ob die Zufahrt geräumt ist.
Was ein Umzug in Herrsching kostet
Mengenstufe ohne Anfahrtsbetrag. Ferienwohnungen liegen bei Stufe 1 ab 420 Euro, Dauerwohnsitze bei Stufe 2 oder 3, also 690 bis 1.060 Euro.
Sportgerät zählt zur Menge und sollte vorher genannt werden. Drei Boards, zwei Fahrräder und eine Tauchausrüstung sind rund drei Kubikmeter, und drei Kubikmeter über dem Deckel kosten 87 Euro.
Ein früher Termin kostet nichts extra. Der Samstagszuschlag von 120 Euro fällt dagegen auch hier an, und im Sommer ist der Samstag in Herrsching der ungünstigste Tag.
Möbel, die am See anders behandelt werden
Holz, das jahrelang in einer Wohnung mit Seeblick stand, hat mehr Feuchtigkeit aufgenommen als dasselbe Stück im Binnenland. Das merkt man beim Zerlegen: Dübellöcher sitzen fester, Beschläge gehen schwerer, und Furnier löst sich eher an den Kanten.
Wir arbeiten deshalb hier langsamer am Möbel und mit mehr Gefühl. Ein Schrank, der in Herrsching zehn Jahre an einer Außenwand stand, verträgt kein forsches Ausdrehen der Verbinder.
Auch beim Verpacken ändert sich etwas: Polstermöbel bekommen zusätzlich Folie, weil ein Transport bei feuchter Luft sonst Stockflecken auf hellen Bezügen hinterlässt. Das kostet ein paar Minuten je Stück und ist billiger als die Reinigung danach.