Ein Siedlungshaus in Söcking hat drei Zimmer und einen Keller über die ganze
Grundfläche. Eine Wohnung in einem Tutzinger Altbau hat ebenfalls drei Zimmer, dafür
Decken von über drei Metern und entsprechend hohe Schränke. Ein Haus in Berg hat
vielleicht fünf Zimmer, aber die Hälfte davon steht leer, weil die Kinder längst weg
sind. Drei Häuser, drei völlig verschiedene Ladungen, und alle drei würden nach
Zimmerzahl denselben Preis bekommen.
Hinzu kommt, was außerhalb der Wohnfläche steht. Garage, Geräteschuppen, Gartenhaus und
Dachboden machen im Landkreis regelmäßig ein Drittel der Menge aus, und in keiner
Zimmerzahl der Welt taucht ein Rasenmäher auf. Wer sie nicht mitmisst, liegt am
Umzugstag mit einem zu kleinen Wagen vor der Tür.
Deshalb messen wir. Zimmer für Zimmer, Nebenfläche für Nebenfläche, am Ende eine Zahl in
Kubikmetern. Diese Zahl bestimmt die Stufe, die Stufe bestimmt den Betrag, und der
Betrag ändert sich danach nicht mehr, solange die Menge es nicht tut.
Das Aufmaß dauert eine gute halbe Stunde und steht auf keiner Rechnung. Es ist der
Teil unserer Arbeit, der die Überraschungen aus dem Umzugstag nimmt, und deshalb
verlangen wir dafür nichts.
Wer es ganz genau wissen will, bekommt beim Termin auch die Aufteilung zu sehen: wie
viele Kubikmeter auf die Wohnräume entfallen, wie viele auf den Keller und wie viele auf
Garage und Garten. Daran lässt sich dann entscheiden, ob wirklich alles mitzieht.