Warum ein Fernumzug fast immer zwei Tage braucht
Vierhundert Kilometer sind in viereinhalb Stunden gefahren. Beladen davor und Abladen danach machen daraus einen Vierzehnstundentag, und den fahren wir nicht. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil Lenkzeiten gelten und weil eine müde Mannschaft Schäden macht.
Wir teilen die Strecke daher auf: vormittags wird geladen, nachmittags gefahren, am Folgetag früh entladen. Über Nacht bleibt alles im abgeschlossenen Fahrzeug, das auf einem bewachten Hof steht und nicht auf einem Rastplatz.
Wer unbedingt an einem Tag ankommen muss, braucht zwei Fahrer im Wechsel. Das ist möglich und kostet mehr, als die Übernachtung sparen würde. Wir rechnen Ihnen beides vor, bevor Sie entscheiden.
Wo unsere eigene Strecke endet
Bis etwa siebenhundert Kilometer fahren wir selbst. Das deckt Nürnberg, Frankfurt, Stuttgart, Köln, Berlin und alles dazwischen ab. Ab Hamburg und weiter nördlich übergeben wir an einen Partnerbetrieb, mit dem wir fest zusammenarbeiten.
Diese Übergabe findet nicht auf einem Parkplatz statt, sondern auf einem Depothof, und sie wird protokolliert. Jedes Stück wird gezählt, bevor es den Wagen wechselt. Das ist der Moment, an dem bei unsauber organisierten Fernumzügen Dinge verschwinden.
Was Sie davon merken sollen: nichts, außer dass die Rechnung von uns kommt und Ihr Ansprechpartner derselbe bleibt. Sie telefonieren nicht mit einer fremden Spedition.
Was am Zielort vorher geklärt sein muss
Drei Dinge entscheiden darüber, ob der zweite Tag glatt läuft. Erstens: Kommt der Wagen an das Haus heran, oder ist die Straße für einen Siebeneinhalbtonner zu eng. Zweitens: Gibt es einen Lastenaufzug, und muss er angemeldet werden. Drittens: Ab wann ist die Wohnung zugänglich.
In Großstädten ist der dritte Punkt der kritische. Eine Wohnung, die erst ab vierzehn Uhr frei ist, kostet einen halben Tag Wartezeit, und der Wagen steht in dieser Zeit beladen in einer fremden Straße.
Darum sind unsere Fragen zum Zielort beim Aufmaß so ausführlich. Was wir nicht wissen, müssen wir annehmen, und Annahmen sind die teuerste Position in jedem Angebot.
Was die Ferntabelle enthält
Die vier Stufen entsprechen denen im Nahbereich, nur mit der Strecke im Betrag. Stufe 1 mit einem Deckel von fünfzehn Kubikmetern beginnt bei 1.390 Euro, Stufe 4 mit sechzig Kubikmetern bei 2.390 Euro.
Enthalten sind Fahrt, Mannschaft an beiden Enden, Beladen, Sichern, Abladen und das Aufstellen nach Räumen. Nicht enthalten sind Montagearbeiten, Verpackungsmaterial und die Übernachtung, falls Sie selbst mitfahren wollen.
Jeder Kubikmeter über dem Deckel kostet auch hier 29 Euro. Bei einem Fernumzug lohnt es sich deshalb besonders, vorher auszusortieren: Jeder Kubikmeter, der nicht mitfährt, ist bares Geld.