Die drei Räume, die jede Schätzung sprengen
Der Keller ist der erste. In Häusern, die zwanzig Jahre bewohnt wurden, stehen dort Einmachgläser, Werkzeug, Fahrräder, Winterreifen, der alte Esstisch und mindestens eine Kiste, deren Inhalt niemand mehr kennt. Fünfzehn bis zwanzig Kubikmeter allein aus dem Keller sind kein Ausreißer.
Der Dachboden ist der zweite und wird fast immer unterschätzt, weil niemand ihn regelmäßig betritt. Hier liegen Koffer, Kinderbetten, Weihnachtsschmuck und Möbel, die vor zwei Umzügen schon nicht mehr gebraucht wurden.
Die Garage ist der dritte, und sie ist im Landkreis Starnberg besonders voll: Rasenmäher, Vertikutierer, Gartenmöbel, Schneeketten, oft ein Anhänger. Nichts davon passt in eine Kiste, alles davon braucht Platz im Wagen.
Warum wir hier mit zwei Wagen planen
Ab etwa vierzig Kubikmetern wird ein einzelner Wagen zum Nadelöhr. Nicht, weil die Ladung nicht hineinpasst, sondern weil der Tag an der Fahrzeit zerbricht: Beladen, fahren, abladen, zurückfahren, erneut beladen. Bei einer Entfernung von zwanzig Kilometern sind das zwei verlorene Stunden.
Zwei Wagen auf derselben Tour kosten 240 Euro zusätzlich und sparen diese Stunden. Weil der Preis bei uns an der Menge hängt und nicht an der Zeit, ist das zunächst unser Vorteil. Ihrer ist, dass der Umzug an einem Tag fertig wird statt an zweien.
Welche Variante bei Ihnen besser passt, entscheiden wir beim Aufmaß gemeinsam. Bei kurzen Wegen innerhalb des Landkreises sind zwei Fahrten mit einem Wagen oft genauso schnell.
Zufahrt, Hanglage und die Meter bis zur Tür
Viele Häuser am Westufer stehen am Hang, und die Zufahrt endet an der Straße. Was dann folgt, sind Außenstufen, ein schmaler Plattenweg und manchmal eine Mauer, über die nichts getragen werden kann. Diese Meter messen wir ab, bevor wir einen Preis nennen.
Ein Trageweg über dreißig Meter kostet 60 Euro. Das ist keine Strafe, sondern die ehrliche Abbildung dessen, was dreißig zusätzliche Meter bei vierzig Kubikmetern bedeuten: jede Kiste, jedes Möbel, hin und zurück.
Steht das Haus so, dass der Siebeneinhalbtonner nicht heranfährt, pendeln wir mit einem kleineren Fahrzeug zwischen Haustür und Hauptstraße. Auch das planen wir vorher ein, statt es am Umzugstag festzustellen.
Was bleibt, wenn das Haus leer ist
Bei fast jedem Hausumzug bleibt etwas zurück: der Werkbankrest in der Garage, Farbeimer, Gartenerde, ein Sofa, das in der neuen Wohnung keinen Platz findet. Wir räumen das im selben Auftrag und rechnen mit 42 Euro je abgefahrenem Kubikmeter.
Getrennt wird dabei im Haus, nicht im Container. Holz, Metall, Elektrogeräte und Restmüll gehen getrennte Wege, und die Gebühr der Deponie geben wir unverändert weiter, ohne Aufschlag.
Wird das Haus verkauft oder zurückgegeben, übergeben wir es besenrein: gefegt, Reste mitgenommen, abgeschlossen. So erwartet es ein Käufer bei der Übergabe und ein Vermieter bei der Abnahme.