Warum ab dem dritten Stock gerechnet wird
Bis zum zweiten Obergeschoss bleibt der Weg überschaubar, und die Mannschaft kommt in einen Rhythmus. Ab dem dritten kippt das. Jeder Gang kostet spürbar mehr Zeit, Pausen werden länger, und bei schweren Stücken braucht es eine dritte Kraft, damit niemand auf halber Treppe stehen bleibt.
Die 45 Euro bilden genau das ab und nichts darüber hinaus. Sie fallen je Anschrift an, weil der Aufwand an jeder Adresse neu entsteht. Ein Umzug aus dem Erdgeschoss in den vierten Stock kostet einen Aufschlag, einer vom vierten in den vierten kostet zwei.
Was nicht passiert: ein pauschaler Treppenzuschlag auf die ganze Rechnung. Der Betrag hängt an der Zahl der Geschosse und steht vor dem Termin im Angebot.
Wann das Dachgeschoss als eigenes Geschoss zählt
Führt eine separate Treppe in den ausgebauten Dachraum, rechnen wir ihn als eigene Etage. Hängt er dagegen über eine gewöhnliche Treppe an der Wohnung darunter, gehört er zu dieser Wohnung.
Die Unterscheidung klingt spitzfindig und hat einen praktischen Grund: Eine Ausziehtreppe oder eine steile Einschubtreppe bedeutet, dass jedes Stück einzeln und von Hand nach unten gereicht werden muss. Das ist ein anderer Aufwand als eine weitere reguläre Treppe.
Bei der Besichtigung gehen wir die Treppe selbst hinauf, auch wenn es nur um eine Kammer geht. Was dort oben steht, wird mitgerechnet.
Die Wendung, an der jedes Möbel scheitert
In alten Treppenhäusern ist nicht die Höhe das Problem, sondern die Wendung. Ein Zwischenpodest mit neunzig Grad und einem Handlauf, der nicht abgeschraubt werden kann, stoppt jeden Kleiderschrank, der nicht zerlegt ist.
Wir messen deshalb beim Aufmaß die engste Stelle und nicht die Türbreite. Passt ein Stück nicht, zerlegen wir es. Das kostet Zeit und ist trotzdem die schnellere Lösung, denn ein Schrank, der sich im Treppenhaus verkantet, kostet mehr als nur Zeit.
Sagen wir Ihnen vorher, dass ein Möbel nicht durch das Treppenhaus geht, dann hören Sie das bei der Besichtigung und nicht im dritten Stock mit dem Stück in der Hand.
Was Sie am Vorabend tun können
Der wirksamste Handgriff ist das Freiräumen der Wege. Schuhregale im Flur, Fahrräder im Treppenhaus, Blumentöpfe auf den Stufen: Jedes dieser Dinge zwingt die Träger zu einem Ausweichschritt, und das bei jedem einzelnen Gang.
Zweitens: Teppichläufer und lose Matten einrollen. Sie rutschen unter Arbeitsschuhen, und auf einer Treppe ist das die häufigste Ursache für einen Sturz.
Drittens: Wenn im Haus mehrere Parteien wohnen, hängen Sie einen Zettel ins Treppenhaus. Die Nachbarn wissen dann Bescheid, und niemand stellt an diesem Morgen den Kinderwagen in den Weg.