Der erste Termin: nur sehen, nichts tragen
Der erste Besuch dient allein dem Überblick, gearbeitet wird erst beim zweiten. Wir gehen mit Ihnen durch die Räume und notieren drei Dinge: was mitgenommen wird, was weitergegeben werden soll, was entsorgt wird.
Dieser Termin ist wichtiger als der zweite. Er verhindert den häufigsten Fehler bei Auflösungen, nämlich dass etwas verschwindet, das jemand behalten wollte, und niemand es rechtzeitig gesagt hat.
Haben mehrere Angehörige mitzureden, machen wir den Termin so, dass alle dabei sein können, zur Not telefonisch zugeschaltet. Wir räumen nicht, solange eine Frage offen ist.
Wenn es nach einem Todesfall ist
Dann steht am Anfang keine Umzugsfrage, sondern eine Frist. Der Mietvertrag läuft weiter, bis gekündigt und übergeben ist, und das drängt in einer Zeit, in der niemand drängen möchte.
Wir arbeiten in solchen Fällen ohne Formularzwang. Ein Anruf genügt, wir kommen vorbei, und Sie bekommen danach ein Angebot mit getrennten Posten. Entschieden wird nichts am Telefon.
Was wir gefunden haben, übergeben wir vollständig: Papiere, Fotos, Schmuck, Bargeld, Schlüssel. Wir sortieren das nicht vor, und wir bewerten es nicht.
Was der Vermieter am Ende erwartet
Besenrein ist der übliche Maßstab: geräumt, gefegt, Reste mitgenommen. Was darüber hinaus verlangt wird, steht im Mietvertrag, und das ist von Haus zu Haus verschieden.
Häufig genannt werden Nägel und Dübel. Die entfernen wir, wenn Sie es wünschen. Die Löcher zuzuspachteln und zu überstreichen gehört dagegen zu den Schönheitsreparaturen und ist eine Malerarbeit.
Einbauten wie Lampen, Spiegelschränke oder Regale müssen meist zurückgebaut werden. Sagen Sie uns, was zurück soll, dann nehmen wir es ab und nehmen es mit.
Was Umzug und Auflösung zusammen kosten
Oft ist es beides an einem Tag: Was behalten wird, fährt zur neuen Adresse, der Rest wird geräumt. Dann steht der Umzug nach Mengenstufe im Angebot und die Auflösung nach Kubikmetern, zwei getrennte Zeilen.
Getrennte Zeilen sind kein Zufall, sondern Absicht. Sie können eine davon streichen, etwa wenn Angehörige den Transport selbst übernehmen wollen, und sie sehen, wofür welcher Betrag anfällt.
Der häufigste Fall bei uns ist eine Zweizimmerwohnung mit zwanzig bis dreißig Kubikmetern. Das sind 840 bis 1.260 Euro zuzüglich Deponiegebühr, je nachdem wie viel davon mitgenommen wird.
Die Schlüssel am Ende
Zum Abschluss zählen wir die Schlüssel durch und übergeben sie Ihnen, nicht dem Vermieter. Wie viele Schlüssel zu einer Wohnung gehören, steht im Mietvertrag, und fehlende sind ein häufiger Streitpunkt bei der Abnahme.