Das Hinterhaus und die Durchfahrt
In großen Teilen Berlins liegt die Wohnung nicht im Vorderhaus. Zwischen Straße und Treppenhaus liegen dann eine Durchfahrt, ein Hof und manchmal ein zweiter Hof.
Entscheidend sind zwei Maße: die lichte Höhe der Durchfahrt und die Breite des Hofs. Unter zwei Metern achtzig kommt kein Umzugswagen hindurch, und ohne Wendemöglichkeit im Hof muss er rückwärts wieder heraus.
Beim Termin erheben wir darum beide Maße und bitten zusätzlich um eine Aufnahme. Reicht es nicht, bleibt das Fahrzeug auf der Straße stehen, und ab dreißig Metern schlägt der Trageweg mit 60 Euro zu Buche.
Die Zeit am zweiten Tag
Wir laden in Berlin grundsätzlich am Morgen ab, auch wenn der Wagen schon am Vorabend in der Stadt steht. Eine Ankunft nach sechzehn Uhr bedeutet in einem Altbau ohne Aufzug, dass im Treppenhaus Licht gebraucht wird und die Nachbarschaft mithört.
Der Morgen ist auch praktisch besser: Parkraum ist frei, der Lieferverkehr hat noch nicht begonnen, und der Tag reicht für Nacharbeiten.
Die Nacht davor verbringt die Ladung verschlossen im Fahrzeug auf einem gesicherten Platz. Zusätzliche Kosten entstehen dadurch nicht.
Berliner Altbauten
Fünf Geschosse ohne Aufzug sind in Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Neukölln der Normalfall. Ab dem dritten Obergeschoss kommen 45 Euro je Geschoss und Anschrift hinzu, bei einem vierten Stock also 90 Euro.
Die Treppenhäuser sind breiter als in süddeutschen Altbauten, dafür sind die Wohnungen größer und die Möbel entsprechend. Ein Berliner Flurschrank passt selten durch eine Wendung, ohne zerlegt zu werden.
Kopfsteinpflaster im Hof macht Rollbretter nutzlos. Dort wird getragen, und das schlägt sich im Trageweg nieder.
Was die Strecke kostet
Ferntabelle: Stufe 1 ab 1.390 Euro bei einem Deckel von fünfzehn Kubikmetern bis Stufe 4 ab 2.390 Euro bei sechzig, jeder weitere Kubikmeter 29 Euro.
Dazu die Posten am Ziel: Etage ab dem dritten Obergeschoss 45 Euro je Geschoss, Trageweg über dreißig Meter 60 Euro. Beides steht vor der Zusage im Angebot.
Für Mengen unter fünfzehn Kubikmetern ist die Beiladung auf dieser Strecke erheblich günstiger. Berlin ist nach Nürnberg unsere zweithäufigste Beiladungsachse.
Was am Abfahrtstag spätestens stehen muss
Bei einer Zweitagesfahrt gibt es keinen Puffer für Nachzügler. Was am ersten Tag nicht im Wagen ist, bleibt in Starnberg, und das lässt sich nicht nachholen.
Deshalb gehen wir am Vorabend telefonisch eine kurze Liste durch: Keller leer, Dachboden leer, Kühlschrank abgetaut, Schlüssel beisammen.