Der Lastenaufzug und sein Vorlauf
In Frankfurter Mehrfamilienhäusern und erst recht in den Hochhäusern ist der Aufzug für Umzüge ein eigener Vorgang: Er wird gebucht, für ein Zeitfenster gesperrt und mit Matten ausgekleidet.
Die Buchung läuft über die Hausverwaltung oder das Objektmanagement, meist mit zwei Wochen Vorlauf und gegen Kaution. Ohne diese Buchung darf der Aufzug nicht für den Umzug genutzt werden.
Wir fragen beim Aufmaß danach und erinnern daran, weil ein nicht gebuchter Aufzug den ganzen zweiten Tag umwirft. Mit Buchung entfällt der Etagenzuschlag vollständig, auch im zwölften Stock.
Zwei Tage und die Nacht dazwischen
Vier Stunden reine Fahrt lassen keinen Spielraum für Beladen und Abladen am selben Tag. Der Ablauf ist deshalb: erster Tag beladen und fahren, zweiter Tag abladen.
Über Nacht bleibt alles verschlossen im Fahrzeug auf einem gesicherten Platz. Das ist nicht nur sicherer, es spart auch das doppelte Umladen in ein Zwischenlager.
Der zweite Tag kostet nichts. Unser Betrag hängt an der Menge, und die ändert sich durch eine Übernachtung nicht.
Die A3 und ihre Engstellen
Die A3 zwischen Würzburg und Frankfurt ist auf weiten Abschnitten dreispurig, hat aber regelmäßig Baustellen im Spessart. Mit beladenem Fahrzeug sind die angegebenen vier Stunden ein guter Tag, kein Durchschnitt.
Wir starten deshalb früh und planen Puffer ein. Freitags ist die Achse besonders voll, Dienstag und Mittwoch laufen am besten.
Das Frankfurter Kreuz selbst ist zu den Hauptzeiten eine eigene Verzögerung. Für die letzten zwanzig Kilometer rechnen wir eine Stunde, nicht zwanzig Minuten.
Was die Strecke kostet
Es gilt die Ferntabelle: Stufe 1 ab 1.390 Euro bei einem Deckel von fünfzehn Kubikmetern, Stufe 4 ab 2.390 Euro bei sechzig. Darüber kostet jeder Kubikmeter 29 Euro.
Mit gebuchtem Lastenaufzug entfällt der Etagenzuschlag. Ist er am Tag gesperrt, greift er mit 45 Euro je Geschoss ab dem dritten, und wir weisen das im Angebot als Vorbehalt aus.
Bei kleinen Mengen unter fünfzehn Kubikmetern ist die Beiladung deutlich günstiger. Wir rechnen Ihnen beides vor.
Hochhäuser und ihre eigenen Regeln
In Frankfurter Wohntürmen gibt es oft nicht nur einen anmeldepflichtigen Lastenaufzug, sondern auch feste Anlieferzonen, ein Zeitfenster und einen Pförtner, bei dem man sich anmeldet.
Wir brauchen dafür Ihren Namen in der Mieterliste, die Wohnungsnummer und die Durchwahl des Objektmanagements. Ohne diese drei Angaben steht die Mannschaft vor einer verschlossenen Schranke.
Klingt nach Bürokratie und ist in zehn Minuten erledigt, wenn man es vorher macht. Am Umzugstag kostet es einen halben Tag.